Früherkennung von Prostatakrebs

Bestimmung der Menge an prostataspezifischen Antigen (PSA) im Blut zur Prostatakrebs-Früherkennung

Antrag vom 29.10.2018

Letzte Änderung: 20.12.2018

Originaltitel: Bewertung eines Prostatakrebs-Screenings mittels Bestimmung des PSA gemäß § 135 Absatz 1 i.V. m. § 25 SGB V

Unterausschuss Methodenbewertung

Stand des Beratungsverfahrens

  • 20.12.2018: Beschluss des G-BA über die Einleitung des Beratungsverfahrens
  • 29.10.2018: Antrag der Patientenvertretung

Hintergrund

Prostatakrebs ist eine bösartige Wucherung der Vorsteherdrüse. Es ist in Deutschland mit 25,4 % aller diagnostizierten Krebserkrankungen mit Abstand die häufigste Krebsart bei Männern. Insgesamt tragen ca. 40 % der männlichen Bevölkerung in den westlichen Industrieländern das Risiko, im Laufe ihres Lebens ein Prostatakarzinom zu entwickeln, aber nur etwa 10 % werden symptomatisch und nur 3 % versterben daran.

Bislang sehen die Regelungen des G-BA zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Prostata neben einer gezielten Anamnese das Abtasten der Prostata für Männer ab einem Alter von 45 Jahren vor. Der Anspruch darauf besteht jährlich. Neben der Tastuntersuchung besteht die Möglichkeit zur Bestimmung der Menge an prostataspezifischen Antigen (PSA) im Blut, der allerdings im Rahmen der Prostatakrebs-Früherkennung keine Kassenleistung ist.

Antrag

Die Antragsstellung zielt darauf ab, die systematische Reihenuntersuchung mittels PSA-Testung (PSA-Screening) bei Männern ab einer definierten Altersgruppe hinsichtlich ihres Nutzens bzw. Schadens zu bewerten. Dabei gilt es zu prüfen, ob durch die Einführung eines PSA-Screenings Betroffene frühzeitig erkannt und einer spezialisierten Behandlung zugeführt werden können, so dass die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden kann.