Der lange Weg zur Liposuktion

Berlin, 18.01.2018. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Erprobungsstudie zur Liposuktion bei Lipödem beschlossen.

Nachdem im Juli 2017 der Antrag der Patientenvertretung zur Aufnahme der Liposuktion in den Leistungskatalog der Krankenkassen abgelehnt wurde, hat der G-BA nun die Eckpunkte einer Studie zur Erprobung der Methode beschlossen. Die Patientenvertretung konnte sich dabei mit Ihrer Forderung nach der komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE) als Vergleichsbehandlung nicht durchsetzen. Auch kritisierte sie, dass die Erprobungsstudie durch die 7-monatige Vorbehandlung (Run-In-Phase) und die lange Nachbeobachtungszeit von zusätzlich 24 Monaten nach bereits 12 Monaten Studiendauer unnötig lang dauern wird. Die Patientenvertretung hatte gegen den Beschluss der Erprobungsrichtlinie gestimmt, da für sie der Nutzen der Liposuktion belegt ist.

Der G-BA wird in einem nächsten Schritt das öffentliche Vergabeverfahren zur Auswahl einer unabhängig wissenschaftlichen Institution, die die Erprobungsstudie durchführt und auswertet, einleiten. Erst nach der Auswahl dieser Institution, der Genehmigung durch eine Ethikkommission und den Vorbereitungen für eine klinische Studie, kann mit der Rekrutierung von Patientinnen begonnen werden.

Der Beginn der Studie wird sich daher noch lange hinauszögern. Wann Ergebnisse vorliegen werden, ist unklar.