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Disease-Management-Programm chronischer Rückenschmerz beschlossen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute ein neues Disease-Managemant-Programm (DMP) für Patientinnen und Patienten mit chronischem Rückenschmerz beschlossen. Das neue DMP richtet sich an Rückenschmerzpatientinnen und –patienten, die länger als 12 Wochen Schmerzen haben und bei denen keine spezifische Erkrankung festgestellt werden konnte.

Die Patientenvertretung begrüßt, dass mit dem DMP chronischer Rückenschmerz ein erster Schritt in Richtung einer koordinierten Versorgung für diese Patientengruppe geschaffen wurde. Dies beinhaltet, dass mit den Patientinnen oder den Patienten eine gemeinsame Therapieplanung erfolgt, indem unter anderem sowohl Physiotherapie, Ergotherapie, eine Anleitung zur Bewegung, Psychotherapie und schmerztherapeutische Elemente in Betracht gezogen werden sollen.

Die Patientenvertretung hat sich, neben der koordinierten Versorgung, insbesondere für eine Patientenschulung eingesetzt. Patientenschulungen unterstützen die Patientinnen und Patienten bei einer besseren Bewältigung des Krankheitsverlaufs und bei der selbstverantwortlichen Umsetzung wesentlicher Therapiemaßnahmen. Die Patientenvertretung hatte gefordert, dass jede DMP-Teilnehmerin oder jeder DMP-Teilnehmer eine solche Schulung erhält.

Laut dem nun getroffenen Beschluss des G-BA wird die Patientenschulung nicht generell angeboten werden, sondern die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt wird vorab prüfen, ob diese für die Patienten relevant sein kann. Mit dem Beschluss sind daher nun Patientenschulungen im DMP chronischer Rückenschmerz verankert worden, allerdings bleiben die getroffenen Regelungen an dieser Stelle hinter den Erwartungen der Patientenvertretung zurück.

Die Entwicklung des neuen DMP chronischer Rückenschmerz geht auf das Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) aus dem Jahr 2015 zurück. Im Zuge dessen wurde der G-BA damit beauftragt, neue strukturierte Behandlungsprogramme für die Indikationen chronischer Rückenschmerz und Depression zu entwickeln.

Weitere Informationen zu dem Thema Disease-Management-Programme finden Sie hier:
https://www.g-ba.de/themen/disease-management-programme/
Pressemitteilung des G-BA vom 18. April 2019